Yoga

Yoga ist eines von 6 indischen Philosophiesystemen, er entwickelte sich vor etwa 3000 Jahren. Neben der indischen Heilkunst Ayurveda und dem chinesischen Taoismus ist Yoga eine der ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen in seiner Gesamtheit beschäftigen. Yoga ist ein Begriff aus dem Sanskrit (alte indische Kunstsprache) und heisst "vereinen" "verbinden".

Der Hatha-Yoga entstand zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert n. Chr. und wird mit dem Asketen Gorakhnat verbunden. Hatha-Yoga gehört zu den jüngsten Entwicklungen der indischen Yoga-Tradition. Hatha-Yoga wird mit "kraftvoller Yoga" übersetzt. Durch exakte und bewusste Körper- Atem- und Entspannungsübungen nehmen wir einen positiven Einfluss auf unsere Körperwahrnehmung und vereinen Körper, Geist und Seele. Yoga ist keine Religion und kann von allen Menschen ausgeübt werden. Innerhalb der lärmenden und unruhigen Welt bietet der Yoga eine Oase der Ruhe, der Erholung, einen physischen und mentalen Halt, eine Quelle der Kraft.

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, der vor allem die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Die vielen Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel ist, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz – z. B. Lotossitz – verweilen kann. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Die Asanas wurden weiterentwickelt, und die körperliche Betätigung im Yoga bekommt in unserer Zeit einen immer höheren Stellenwert. Einen ersten Niederschlag findet diese Entwicklung in der Entstehung des Hatha Yoga. Die „Hathapradipika“, ein Text aus dem 15. Jahrhundert, legt die Techniken dar, die den Körper als effektives Mittel zum Erreichen der existentiellen und spirituellen Ziele des Yoga einbeziehen.

Bei den Asanas werden Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert. Beispielsweise verbessert sich durch die Aktivierung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Blut- und Lymphgefäßen bei den Asanas die Durchblutung. Die Rückenmuskulatur wird gekräftigt, was wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung führen kann.

Yoga hat auf viele Menschen eine beruhigende, ausgleichende Wirkung und kann somit den Folgeerscheinungen von Stress entgegenwirken. Darüber hinaus kann die mit Atemübungen und Meditation verbundene innere Einkehr genutzt werden, das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu reflektieren, um es positiver zu gestalten.

Y
Körperhaltungen (asana)

O
Atemtechniken (pranayama)

G
Meditation

A
Entspannung

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